Letzte Chance bleibt ungenutzt: Herzdamen verpassen Ticket zur DM in Dresden

Der Traum von Dresden ist geplatzt: Die Herzdamen des 1. VC Herzberg haben die Qualifikation für die Deutsche Senioren-Meisterschaft im Mai verpasst. Beim entscheidenden Qualifikationsturnier in Brandenburg ging es am vergangenen Sonntag um den letzten freien Platz – und der VCH war mittendrin im Kampf. 

Nach Platz drei bei der Nordostdeutschen Meisterschaft bot sich den Herzbergerinnen die letzte Möglichkeit, doch noch zur Endrunde zu fahren. Dass das kein Selbstläufer werden würde, war schnell klar: Mit dem VC Blau-Weiß Brandenburg und dem MSV Pampow standen zwei Teams auf dem Feld, die spielerisch auf Augenhöhe agierten – und das auf einem Niveau, das deutlich über dem gewohnten Landesliga-Alltag lag. 

Knapp dran gegen Brandenburg 

Im Auftaktspiel gegen die Gastgeberinnen entwickelte sich zunächst ein vorsichtiges Duell. Beide Teams tasteten sich heran, ehe sich Brandenburg zur Satzmitte leicht absetzen konnte und den ersten Satz knapp gewann. Im zweiten Satz zeigten die Herzdamen dann ihre stärkste Phase. Mit druckvollen Aufschlägen – vor allem von Carolin Lienau und Janett Schulze – und deutlich mehr Entschlossenheit erspielte sich die Herzdamen früh eine Führung. Auch beim zwischenzeitlichen 19:19 blieb das Team ruhig und sicherte sich den Durchgang mit zwei Punkten Vorsprung. 

Der anschließende Tiebreak war lange offen, doch in den entscheidenden Momenten fehlte die letzte Konsequenz. Ein paar Eigenfehler zu viel und das nötige Quäntchen Glück nicht auf Herzberger Seite – am Ende stand eine knappe 13:15-Niederlage. 

Führung gegen Pampow nicht ins Ziel gebracht 

Die Enttäuschung war spürbar, doch gegen den MSV Pampow lebte die Chance weiter. Mit Anika Krusenbaum, die extra aus Ludwigsburg angereist war, kam ein zusätzlicher Impuls ins Spiel. Der erste Satz verlief vielversprechend. In langen Ballwechseln mit sehenswerten Aktionen auf beiden Seiten behielten die Herzdamen die Kontrolle und gewannen verdient. 

Doch im zweiten Satz kippte das Spiel. Pampow fand zunehmend besser in die Partie, während beim VCH die Klarheit verloren ging. Eine Führung reichte nicht – zu wenig Konsequenz und ein kampfstarker Gegner führten zum Satzausgleich. 

Im erneuten Tiebreak riss der Faden dann sichtbar. Druckvolle Aufschläge der Pampowerinnen brachten die Annahme ins Wanken, der eigene Spielaufbau wurde unruhig. Früh geriet der VCH deutlich in Rückstand und fand letztlich keinen Weg mehr zurück ins Spiel. 

Im abschließenden Spiel setzte sich Brandenburg auch gegen Pampow durch und sicherte sich damit verdient das Ticket zur Deutschen Senioren-Meisterschaft in Dresden.  

Die Ergebnisse im Überblick:  

  • VCH – BW Brandenburg 1:2 (21:25; 25:23; 13:15)
  • VCH – MSV Pampow 1:2 (25:19; 22:25; 8:15)  

Für den VCH am Ball:  

  • Jessika Horlemann   
  • Susann Zirm  
  • Tina Seifert  
  • Janett Schulze  
  • Anja Gemeinhardt   
  • Yvonne Gottschalk   
  • Carolin Lienau  
  • Anika Krusenbaum 

Neuer Anlauf im nächsten Jahr 

Für die Herzdamen bleibt das Gefühl, dass an diesem Tag mehr möglich gewesen wäre. Gerade in den engen Phasen fehlte die nötige Konstanz, um Spiele auf diesem Niveau für sich zu entscheiden – auch, weil wertvolle Spielerinnen wie Madlen Jann und Victoria Herzog nicht zur Verfügung standen. 

Doch auch wenn der Traum von Dresden in diesem Jahr unerfüllt bleibt, richtet sich der Blick schon wieder nach vorn. Die Herzdamen haben gezeigt, dass sie auf diesem Niveau mithalten können – auch unter schwierigen Voraussetzungen. Für die kommende Saison ist das Ziel daher klar: wieder angreifen und wieder um die nächste Chance auf die Deutsche Senioren-Meisterschaft spielen. 


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